Samstag, 24. März 2012

#5

"das erste was dir zu tabletten einfällt die dir helfen sollen ist die frage ob du dich damit töten kannst."

Freitag, 16. März 2012

#4

You're my head

You're my heart


"Nein, Freitag wäre schon am Besten wenn wir Speed und Alkohol konsumieren wollen."

Ich konnte immer mit bestem Gewissen behaupten, dass meine Freunde kein schlechter Einfluss sind, nein, mich beschützen, zu mir halten, wissen was mit mir los ist. 
Ich konnte auch immer behaupten, dass es bei uns nichts in Richtung Gruppenzwang gibt
und das ich bis auf die unregelmäßigen Alkoholabstürze
noch nie etwas schlechtes in Hinsicht auf Drogen getan habe.
Bis vor ein paar Tagen
und ich muss sagen:
Ich bevorzuge den schlechten Einfluss.


Mittwoch, 14. März 2012

#3

Seit Jahren warte ich auf diesen Tag, stelle ihn mir vor und er wird immer konkreter. Ich werde in den Bus steigen. 6 Minuten später werde ich rennen um meine Bahn zu kriegen, werde atemlos den nächstbesten Platz belegen und dort versuchen meinen Atmen zu regulieren. Werde aufgeregt umher schauen ein paar Leute beobachten, ihnen vielleicht zulächeln und dann wird meine Haltestelle angesagt werden. "Köln Hauptbahnhof, Ausstieg in Fahrtrichtung rechts". Der Bahnhof wird voll sein, doch ich kenne mein Ziel: Dich. Wir werden uns kurz umarmen, vielleicht auch küssen, auf jeden Fall aber werden wir weiter fahren - zu dir. Auto, Bahn? Wissen wir noch nicht, aber wir werden angekommen. Ich werde dein Zimmer das erste Mal betreten, doch ich werde mich nicht umschauen. Wir setzen uns, wahrscheinlich auf das Bett und du wirst mir etwas kleines in die Hand drücken. Ich werde vor Freude zittern und es einnehmen. 30 Minuten später wird die Welt eine neue, bunte, farbenfrohe, verrückte. Eine Welt die sogar Menschen wie mich lieb hat.

Montag, 12. März 2012

#2


"Wie sieht es mit der Magersucht aus?" frage ich nachdem wir über ein Jahr nicht geschrieben haben. Ist es wirklich ein Jahr her oder weniger? Vielleicht sogar mehr? Ich habe keine Ahnung,
aber ich weiß, dass ich ab und zu an dich gedacht habe.
Du antwortest mir, dass es nicht gut läuft. Ich hatte etwas anderes erwartet, aber ich bin nicht enttäuscht,
bin nicht sauer, auch nicht entsetzt. Die Sucht sitzt auf dir wie auf mir die Depressionen. 
Ich versuche über Nutella zu reden was du früher so gerne gessen hast, doch
du lehnst es ab.
"Wie siehts in der Liebe aus?" fragst du.
"fuck off" ist meine kleine Antwort, du verstehst.



Sonntag, 11. März 2012

#1

"Because I'm so clever,
But clever ain't wise.

And fuck forever,
If you don't mind."



schallt es aus den kleinen Boxen die auf dem Tisch mit der weißen Decke stehen. Nic singt leise mit, während er sich eine Zigarette dreht. Christiane steht auf, sammelt Bierflaschen ein, fragt wer ein Neues haben möchte, ich helfe ihr, habe 3 Flaschen auf dem Arm. Die kleinen Frikadellen werden rumgereicht und Jenny mit ihren feuerroten Haaren greift zu, beißt rein, schluckt runter.  Celia streicht sich durch ihre Haare und fischt eine Salzstange aus der Schüssel auf dem Tisch, während Julien Bier zur Cola schüttet und aufpasst, dass es nicht überschäumt. In dem Moment wird mir klar, dass die letzten 3 Monate, mein Psychatrieaufenhalt nichts bewirkt hat, ich zwar nun meine wiedergewonnene Freiheit feiere, aber ich diese gerne eintauschen würde gegen kontrollierenden Tod.